Polynesia Tattoo


 

Das Wort Tattoo leitet sich vom tahitianischen Wort Tatau ab, das „schlagen“ oder „treffen“ bedeutet. Der genaue Ursprung dieser Kunst ist nicht bekannt, sie sind aber im gesamten polynesischen Dreieck zu finden, mit Beispielen von den Cookinseln und Französisch-Polynesien bis hin zu Hawaii, Samoa, der Osterinsel und Neuseeland.


Den Ursprüngen zufolge, dienten sie nicht nur der Dekoration, sondern galten in der traditionellen polynesischen Gesellschaft auch als Sprache, Machtsymbol und Zeichen der Ehre. Sie hatten außerdem eine heilige Bedeutung, da man glaubte, sie besäßen magische, von Gott ererbte Fähigkeiten. Die Polynesier nutzten daher Tätowierungen, um sich zu unterscheiden und ihren sozialen Status, ihren Rang, ihre geografische Herkunft, ihre Familiengeschichte, ihren Mut und ihre Macht darzustellen.
Eine Tätowierung konnte auch die Vollendung wichtiger sozialer Rituale markieren, wie den Übergang von der Kindheit zur Pubertät, die Heirat usw. Darüber hinaus konnte ein Bild für bemerkenswerte Ereignisse im Leben der betreffenden Person stehen, z. B. für mutige Taten im Krieg, für Fähigkeiten als Jäger oder Fischer oder einfach als dekoratives Element auf der Haut.


Die verschiedenen Arten der Tätowierungen


Es gab drei Arten von Stammestätowierungen: die für Götter, Priester und Prinzen, die vererbbar und somit ihren Nachkommen vorbehalten waren; die für männliche und weibliche Häuptlinge; und die dritte Art, die Kriegsführern, Kriegern, Tänzern und Ruderern vorbehalten war.
Einige der Motive sollten die Menschen davor bewahren, ihr Mana zu verlieren – die göttliche Kraft, die für Gesundheit, Gleichgewicht und Fortpflanzung verantwortlich ist – und böse Kräfte zu bekämpfen. In der marquesanischen Inselkultur waren Tätowierungen nicht nur ein Privileg, sondern auch ein Muss, denn sie verbanden die Menschen mit der heiligen Erinnerung an ihre Vorfahren und hatten weitreichende Auswirkungen auf ihr Leben. Da die Tätowierungen unauslöschlich waren, zeugten sie von ihrer Herkunft, ihrem Rang und ihrer Tapferkeit, wenn sie im Jenseits vor ihre Vorfahren, die Götter des sagenumwobenen Landes „Hawaiki“, gerufen wurden.


Wie diese Tätowierungen entstanden


Auf den Gesellschaftsinseln waren die Tätowierer als „tahua’a tatau“ bekannt, während sie auf den Marquesas als tuhuka (oder tuhuna) patu tiki bezeichnet wurden. Ihre Aufgabe war es, bei jedem Mitglied der Gemeinschaft in jeder Phase seines Lebens einen unauslöschlichen Eindruck zu hinterlassen. Die Künstler mussten in der Lage sein, ihr Wissen mit bemerkenswertem Geschick weiterzugeben, denn ihr Handwerk wurde häufig vom Vater an den Sohn weitergegeben. Im Jahr 1819 wurde die polynesische Tätowierung mit der Einführung des Pomare-Kodex auf den Inseln verboten, als Missionare den König zum Katholizismus bekehrten, und ein Großteil der Tradition ging verloren.


Polynesische Tätowierungen sind heute mehr denn je ein Mittel, um die eigene Identität zu bekräftigen . Tätowierer entwickeln ihre Kunst weiter, um traditionelle Motive, dekorative Motive (wie Delphine oder Mantarochen) und in jüngster Zeit auch völlig neue, aber direkt von der Tradition inspirierte Motive zu schaffen.

 


Unsere Arbeitsweise mit diesen Ornamenten und ihren Bedeutungen

 

Wir arbeiten mit den Symbolen dieser alten und faszinierenden Tätowierkunst mit großem Respekt gegenüber der Kultur und dem Glauben, aus denen sie stammen.
Die Bedeutungen dieser Zeichen sind uns vertraut. Wir haben über viele Jahre hinweg recherchiert und verfügen über eine umfangreiche Sammlung an Fachliteratur zur polynesischen Tattookunst.

 

Uns ist es besonders wichtig, dass dein polynesisches Tattoo mehr ist als bloßer Körperschmuck.
Wir möchten den Ursprung dieser Tätowierungen und ihre tief verwurzelten Bedeutungen bewahren. Dein Tattoo soll deine persönliche Geschichte erzählen. Wenn dich bestimmte Formen ansprechen und du deine eigene Symbolik darin siehst, kannst du diese mit gutem Gewissen tragen. Denn auch in der polynesischen Kultur repräsentieren die Ornamente das Leben und die Geschichte des Trägers. Genau das ist es, was wir auch für dich anstreben.

Wir leben nicht am Meer, jagen keine Haie und führen keine Kämpfe mit Speeren, unsere Lebensrealität ist eine andere.
Ein Dreieck, das in der polynesischen Symbolik beispielsweise für einen Haifischzahn steht, kann für uns ebenso die Berge der Heimat darstellen. Gibt es ein besseres Sinnbild für die Schweiz als ihre Berge?

Mit dieser Haltung kannst du ein Tattoo erschaffen, das deine eigene Geschichte erzählt, authentisch, respektvoll und persönlich.
So bleibst du dem Ursprung dieser besonderen Kunst ganz nah und genau das ist weder falsch noch respektlos, sondern Ausdruck eines tiefen Verständnisses und einer echten Wertschätzung.